Anleitung · Februar 2026

Domain umziehen: Schritt für Schritt

So transferierst du deine Domain sicher zu einem neuen Anbieter. Inklusive Sonderregeln für .de-Domains.

Du willst mit deiner Domain zu einem neuen Anbieter wechseln? Kein Problem, ein Domain-Transfer ist einfacher als viele denken. Diese Anleitung erklärt den kompletten Prozess, inklusive der Besonderheiten bei .de-Domains. Falls du noch nicht genau weißt, was eine Domain ist, hilft dir unser Grundlagen-Ratgeber zu Top-Level-Domains.

Voraussetzungen für einen Domain-Transfer

Bevor du den Umzug startest, stelle sicher, dass folgende Bedingungen erfüllt sind:

  • Die Domain muss mindestens 60 Tage alt sein (ICANN-Regel, gilt nicht für .de)
  • Der Transfer-Lock muss deaktiviert sein
  • Du brauchst den Auth-Code (EPP-Code / AuthInfo) vom aktuellen Anbieter
  • Die Domain darf nicht abgelaufen sein
  • E-Mail-Adressen in den WHOIS-Daten müssen aktuell sein (für Bestätigungs-Mails)

Tipp: Verfügbarkeit vorher prüfen

Bevor du den Transfer startest, prüfe ob deine Domain korrekt konfiguriert ist. Unsere Domain-Verfügbarkeitsprüfung zeigt dir auch den Status bereits registrierter Domains.

Domain umziehen in 3 Schritten

1

Auth-Code anfordern

Logge dich bei deinem aktuellen Domain-Anbieter ein und fordere den Auth-Code (auch EPP-Code oder Transfer-Code genannt) an. Bei .de-Domains heißt er „AuthInfo". Deaktiviere außerdem den Transfer-Lock, falls aktiviert.

2

Transfer beim neuen Anbieter starten

Gib den Auth-Code bei Domainbunker ein und starte den Transfer. Wir prüfen automatisch, ob alle Voraussetzungen erfüllt sind und leiten den Umzug ein.

3

Transfer bestätigen & fertig

Du erhältst eine Bestätigungs-E-Mail. Klicke auf den Link, um den Transfer zu genehmigen. Bei .de-Domains geht das in Minuten, bei anderen Endungen dauert es 5–7 Tage. Deine Website bleibt durchgehend erreichbar.

Transfer-Ablauf im Überblick

Auth-Code holen

Beim alten Anbieter

Transfer starten

Beim neuen Anbieter

Bestätigen

Per E-Mail

Fertig!

Domain beim neuen Anbieter

.de-Domain umziehen: Sonderregeln

Für .de-Domains gelten besondere Regeln, da sie von der DENIC eG verwaltet werden:

Das AuthInfo-Verfahren der DENIC

Seit 2008 nutzt die DENIC ausschließlich das AuthInfo-Verfahren für Domain-Transfers. Es gibt zwei Varianten:

AuthInfo1:Der Standard-Weg. Dein aktueller Provider hinterlegt den Auth-Code bei der DENIC. Du gibst diesen Code beim neuen Anbieter ein, fertig.
AuthInfo2:Falls dein aktueller Provider nicht kooperiert: Die DENIC generiert einen Code und schickt ihn per Einschreiben an den Domaininhaber. Kostenpflichtig, aber zuverlässig.

Wichtig: Der Auth-Code einer .de-Domain ist maximal 30 Tage gültig. Ein .de-Transfer dauert typischerweise nur wenige Minuten bis Stunden, deutlich schneller als internationale Transfers.

Wie lange dauert ein Domain-Transfer?

Die Dauer hängt von der Endung ab. .de-Domains sind besonders schnell, während internationale Endungen wie .com oder .net mehrere Tage brauchen:

Domain-TypTypische DauerBesonderheit
.de-DomainsMinuten bis wenige StundenAuthInfo-Verfahren der DENIC
.com, .net, .org5–7 Tage5-Tage-Wartefrist (kann verkürzt werden)
.eu-Domains1–5 TageVerwaltet von EURid
Neue Endungen (.shop, .online etc.)5–7 TageWie gTLDs, abhängig vom Registry

Was kostet ein Domain-Transfer?

Die gute Nachricht: Bei den meisten Anbietern, auch bei Domainbunker, ist der eingehende Transfer kostenlos. Du zahlst lediglich die reguläre Jahresgebühr, die beim Transfer automatisch für ein weiteres Jahr verlängert wird. Das bedeutet: Der Transfer selbst kostet dich nichts extra, und deine Domain wird gleichzeitig um ein Jahr verlängert.

Ausnahmen: Beim AuthInfo2-Verfahren der DENIC fällt eine Gebühr an (aktuell ca. 29 € zzgl. MwSt.), da ein Einschreiben verschickt wird. Manche Anbieter erheben außerdem eine „Outgoing Transfer Fee", das ist aber die Ausnahme und bei seriösen Registraren nicht üblich.

Einen Überblick über aktuelle Domain-Preise findest du auf unserer Seite günstige Domains.

Häufige Fehler beim Domain-Umzug

Die meisten Probleme beim Domain-Transfer lassen sich leicht vermeiden. Hier die häufigsten Stolperfallen:

  • Auth-Code abgelaufen: Bei .de-Domains ist der Code nur 30 Tage gültig. Fordere ihn erst an, wenn du den Transfer auch zeitnah starten willst.
  • Transfer-Lock vergessen: Viele Registrare aktivieren automatisch einen Transfer-Lock. Ohne Deaktivierung wird der Transfer abgelehnt.
  • Veraltete WHOIS-Daten: Bestätigungs-E-Mails gehen an die im WHOIS hinterlegte Adresse. Ist diese veraltet, kommt die Bestätigung nie an.
  • Domain erst kürzlich registriert: Die ICANN verbietet Transfers innerhalb von 60 Tagen nach Registrierung oder dem letzten Transfer (gilt nicht für .de).
  • DNS-Einstellungen nicht gesichert: Notiere deine aktuellen DNS-Records vor dem Transfer, manche Einstellungen werden beim neuen Anbieter nicht automatisch übernommen.

Tipps für einen reibungslosen Umzug

  • Starte den Transfer mindestens 2 Wochen vor dem Ablaufdatum
  • Notiere deine aktuellen DNS-Einstellungen vor dem Transfer
  • Aktiviere Zwei-Faktor-Authentifizierung bei beiden Anbietern
  • Behandle den Auth-Code vertraulich, er ist der „Schlüssel" zu deiner Domain
  • Nach dem Transfer: Auto-Renewal aktivieren, damit die Domain nicht versehentlich ausläuft
  • Prüfe nach dem Transfer, ob Website und E-Mail weiterhin funktionieren

Checkliste: Domain-Transfer vorbereiten

  • Auth-Code beim aktuellen Anbieter angefordert
  • Transfer-Lock deaktiviert
  • WHOIS-E-Mail-Adresse aktuell und erreichbar
  • Aktuelle DNS-Einstellungen notiert / exportiert
  • Domain ist mindestens 60 Tage alt (nur bei gTLDs)
  • Domain ist nicht abgelaufen
  • Neuer Anbieter-Account erstellt (z. B. bei Domainbunker)

Häufige Fragen

Domainbunker Redaktion

Unser Team aus Domain-Experten begleitet täglich Kunden beim Domain-Transfer und kennt die Besonderheiten jeder Endung. Dieser Ratgeber basiert auf unserer praktischen Erfahrung mit hunderten von Domain-Umzügen.

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